Asse-2-Begleitgruppe stellt Forderungen an das Bundesamt für Strahlenschutz

Gemeinsames Konzept für Rückholung und Notfallplanung

Die Asse-2-Begleitgruppe (A2B) fordert auf ihrer jüngsten Sitzung das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf, die Notfallplanung und Rückholplanung gemeinsam zu betrachten. Vor etwaigen Maßnahmen zur Stabilisierung des Schachtes muss das Rückholkonzept stehen, weil beide aufeinander aufbauen.

Die momentane Planung des BfS, den Müll von der 700-Meter-Sohle aus, aus den tiefer gelegenen Kammern zu bergen (sogenanntes „Topfkonzept“), sieht die A2B kritisch. Die Begleitgruppe fordert das BfS auf, die Umsetzbarkeit des Topfkonzeptes nachzuweisen.

So sehen die bisherigen Planungen des BfS vor, den geplanten Schacht 5 nur bis zu einer Tiefe von 700 Metern abzuteufen. Die A2B erachtet es als sinnvoll, die Schachttiefe bis auf 750 Meter zu erhöhen. In dieser Tiefe befinden sich auch die Kammern, aus denen das radioaktive Material geborgen werden soll. Ein weiteres Abteufen würde den Wechsel zu einem alternativen Rückholkonzept erleichtern.

An den diesjährigen Workshops des BfS zur Asse-Problematik kritisiert die A2B, deren zunehmend geringeren praktischen Nutzen. In den Arbeitsgruppen werden vor allem Probleme beschrieben, nicht aber deren Lösung diskutiert. Vor allem die konkreten technischen Fragestellungen der Rückholung werden in den Veranstaltungen des BfS nicht ausreichend berücksichtigt. Die A2B wird deshalb Verbesserungsvorschläge formulieren, die künftige Workshops konkreter auf bestimmte Probleme ausrichten.

Die A2B hinterfragt kritisch die Prüfungen des BfS, eine Langzeitsicherheit des Endlagers Asse nachzuweisen. Bereits im Jahr 2009 war das BfS beim Optionenvergleich zu dem Ergebnis gekommen, dass die Langzeitsicherheit nicht nachgewiesen werden könne.