Asse-2-Begleitgruppe stellt Forderungen an das Bundesamt für Strahlenschutz

Gemeinsames Konzept für Rückholung und Notfallplanung

Die Asse-2-Begleitgruppe (A2B) fordert auf ihrer jüngsten Sitzung das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf, die Notfallplanung und Rückholplanung gemeinsam zu betrachten. Vor etwaigen Maßnahmen zur Stabilisierung des Schachtes muss das Rückholkonzept stehen, weil beide aufeinander aufbauen.

Die momentane Planung des BfS, den Müll von der 700-Meter-Sohle aus, aus den tiefer gelegenen Kammern zu bergen (sogenanntes „Topfkonzept“), sieht die A2B kritisch. Die Begleitgruppe fordert das BfS auf, die Umsetzbarkeit des Topfkonzeptes nachzuweisen.

So sehen die bisherigen Planungen des BfS vor, den geplanten Schacht 5 nur bis zu einer Tiefe von 700 Metern abzuteufen. Die A2B erachtet es als sinnvoll, die Schachttiefe bis auf 750 Meter zu erhöhen. In dieser Tiefe befinden sich auch die Kammern, aus denen das radioaktive Material geborgen werden soll. Ein weiteres Abteufen würde den Wechsel zu einem alternativen Rückholkonzept erleichtern.

An den diesjährigen Workshops des BfS zur Asse-Problematik kritisiert die A2B, deren zunehmend geringeren praktischen Nutzen. In den Arbeitsgruppen werden vor allem Probleme beschrieben, nicht aber deren Lösung diskutiert. Vor allem die konkreten technischen Fragestellungen der Rückholung werden in den Veranstaltungen des BfS nicht ausreichend berücksichtigt. Die A2B wird deshalb Verbesserungsvorschläge formulieren, die künftige Workshops konkreter auf bestimmte Probleme ausrichten.

Die A2B hinterfragt kritisch die Prüfungen des BfS, eine Langzeitsicherheit des Endlagers Asse nachzuweisen. Bereits im Jahr 2009 war das BfS beim Optionenvergleich zu dem Ergebnis gekommen, dass die Langzeitsicherheit nicht nachgewiesen werden könne.

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Der Asse-2-Begleitprozess wurde zum 31.12.2022 auf Wunsch der regionalen Akteure gemeinsam mit dem BMUV beendet. Die ausführliche Pressemitteilung, aus der Sie die konkreten Beweggründe entnehmen können, können Sie hier einsehen.

In der Gruppe der regionalen Akteure bestand aber grundsätzlich die skeptische Bereitschaft, gemeinsam mit dem BMUV, der BGE und dem NMU anstelle der bisherigen Begleitung einen anderen, veränderten Beteiligungsprozess zu entwickeln. Die Räte der Samtgemeinden Elm-Asse und Sickte sowie der Kreistag des Landkreises Wolfenbüttel haben in Ihren letzten Sitzungen vor der Sommerpause einstimmige Beschlüsse zur weiteren Vorgehensweise im Austausch mit den beteiligten Akteuren aus BGE, BMUV und NMU und zur Neuaufstellung eines Beteiligungsprozesses gefasst. Die aktuellen Beschlüsse können Sie unter Aktuelles als Beschlussvorlagen einsehen. Es wurde entschieden, die Konzeption eines neuen, qualitativ veränderten Beteiligungsprozess zunächst nicht weiter zu verfolgen und die Forderung nach einem Zwischenlagervergleich, der auch Asse-ferne Standorte berücksichtigt, zu bekräftigen. Die Kreistagsverwaltung wurde zudem beauftragt, finanzielle Mittel für die unabhängige wissenschaftliche Klärung von Sachfragen rund um die Rückholung zu beantragen. Die Fragen rund um die Rückholung werden bis zu einer Entscheidung zum Standortvergleich vorerst in den politischen Gremien des Kreistages mit entsprechender fachwissenschaftlicher und organisatorischer Unterstützung beraten.

Ob und inwiefern sich in der Zukunft ein neuer Beteiligungsprozess entwickeln lässt, bleibt abzuwarten. Daher bleiben das Layout und Design der Webseite zunächst unverändert.

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an der Rückholung aus der Asse und hoffen auf Ihre Unterstützung, um den Rückholprozess mit der Beteiligung der regionalen Akteure sicher zu gestalten und die Lebensqualität der Menschen in dieser Region zu erhalten.