Zweite Bohrung in der Asse gestartet

Pressemitteilung der Asse GmbH

Der folgende Beitrag ist eine Pressemitteilung der Asse GmbH:

Seit 30. April laufen erneut Bohrarbeiten im Rahmen der Faktenerhebung vor der Einlagerungskammer 7 in  750 Metern Tiefe.

Die Asse GmbH hat die zweite Bohrung vor der Einlagerungskammer 7 in 750 Metern Tiefe gestartet. Mit dieser Bohrung sollen weitere Erkenntnisse über den Zustand der Kammer und die darin eingelagerten Abfälle gewonnen werden. So sollen unter anderem eine mögliche Ausbreitung von Radioaktivität, der Zustand der Abfälle in der Kammer, die Stabilität der Kammer und eventuell in der Kammer angetroffene Gase untersucht werden.

Die zweite Bohrung soll flacher verlaufen als die erste Bohrung, die an den oberen äußeren Rand der Einlagerungskammer 7 führte, um so den Verlauf der Kammerdecke zu ermitteln und zu eruieren, ob dort noch Hohlräume vorhanden sind, in denen die Raumluft auf Radioaktivität untersucht werden kann. Die Planung der neuen Bohrung orientiert sich wesentlich an Erkenntnissen aus Radarmessungen zum Verlauf der Einlagerungskammer, die bei der ersten Bohrung gewonnen wurden. Sie führt daher nur im vorderen Teil durch das Absperrbauwerk vor der Einlagerungskammer und somit  vorbei an mehreren Bitumenschichten, deren vorderste die Arbeiten der 1. Bohrung massiv  erschwert hatte. Wie auch bei der ersten Bohrung sollen die radioaktiven Abfälle in der Kammer nicht angebohrt werden. Die Bohrarbeiten werden daher kontinuierlich überwacht. Durch regelmäßig genommene Proben wird festgestellt, ob sich radioaktives Material im Gestein oder in unmittelbarer Umgebung befindet.  Der Bereich vor der Einlagerungskammer 7 ist für die Dauer der Arbeiten über eine Schleuse vom Rest des Bergwerkes getrennt, so dass Radioaktivität selbst bei einem Auftreten von Kontamination nicht in den Rest des Bergwerkes gelangen kann.

Nach derzeitiger Planung soll die Bohrung rund 23 Meter lang werden. Nach Erreichen dieser Länge ist ein umfangreiches Mess- und Sondierungsprogramm vorgesehen. Die derzeitigen Planungen können während der Arbeiten aktualisiert und angepasst werden, beispielsweise falls größere radioaktive Kontaminationen festgestellt oder im Bohrlochverlauf die radioaktiven Abfälle angetroffen werden sollten.

Nachdem die erste Bohrung durch das Verschlussbauwerk mit einer Länge von 35 Metern in der Kammerdecke abgeschlossen worden war, haben umfangreiche Sondierungsarbeiten zur Planung der zweiten Bohrung stattgefunden. Das Betriebsplanverfahren für diese Bohrung wurde in Abstimmung mit dem Betreiber BfS und der Genehmigungsbehörde  des Landes Niedersachsen durchgeführt. Die erste Bohrung wurde nach Abschluss der darin durchgeführten Messungen mit Injektionsmörtel verpresst. Die Ergebnisse sämtlicher relevanten radiologischen und wettertechnischen Messungen,  wurden ausgewertet, um eine Gefährdung der Beschäftigten oder eine Abgabe belasteter Wetter ausschließen zu können. Ergebnisse der ersten Bohrung hat das BfS unter www.endlager-asse.de veröffentlicht.

Um die notwendigen Umbauarbeiten zur Einrichtung der Anlage auf die zweite Bohrung zu beschleunigen, wurde der vor der Einlagerungskammer 7 eingerichtete Strahlenschutzbereich temporär aufgehoben. Mit Anlaufen der aktuellen Arbeiten gelten dann aber wieder die besonderen Sicherheitsvorkehrungen.

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Der Asse-2-Begleitprozess wurde zum 31.12.2022 auf Wunsch der regionalen Akteure gemeinsam mit dem BMUV beendet. Die ausführliche Pressemitteilung, aus der Sie die konkreten Beweggründe entnehmen können, können Sie hier einsehen.

In der Gruppe der regionalen Akteure bestand aber grundsätzlich die skeptische Bereitschaft, gemeinsam mit dem BMUV, der BGE und dem NMU anstelle der bisherigen Begleitung einen anderen, veränderten Beteiligungsprozess zu entwickeln. Die Räte der Samtgemeinden Elm-Asse und Sickte sowie der Kreistag des Landkreises Wolfenbüttel haben in Ihren letzten Sitzungen vor der Sommerpause einstimmige Beschlüsse zur weiteren Vorgehensweise im Austausch mit den beteiligten Akteuren aus BGE, BMUV und NMU und zur Neuaufstellung eines Beteiligungsprozesses gefasst. Die aktuellen Beschlüsse können Sie unter Aktuelles als Beschlussvorlagen einsehen. Es wurde entschieden, die Konzeption eines neuen, qualitativ veränderten Beteiligungsprozess zunächst nicht weiter zu verfolgen und die Forderung nach einem Zwischenlagervergleich, der auch Asse-ferne Standorte berücksichtigt, zu bekräftigen. Die Kreistagsverwaltung wurde zudem beauftragt, finanzielle Mittel für die unabhängige wissenschaftliche Klärung von Sachfragen rund um die Rückholung zu beantragen. Die Fragen rund um die Rückholung werden bis zu einer Entscheidung zum Standortvergleich vorerst in den politischen Gremien des Kreistages mit entsprechender fachwissenschaftlicher und organisatorischer Unterstützung beraten.

Ob und inwiefern sich in der Zukunft ein neuer Beteiligungsprozess entwickeln lässt, bleibt abzuwarten. Daher bleiben das Layout und Design der Webseite zunächst unverändert.

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an der Rückholung aus der Asse und hoffen auf Ihre Unterstützung, um den Rückholprozess mit der Beteiligung der regionalen Akteure sicher zu gestalten und die Lebensqualität der Menschen in dieser Region zu erhalten.