Streit um Auftragsvergabe für Rückholungskonzept Asse 2

Schillmann bittet BfS um Aufklärung

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Im Zuge der Auseinandersetzung zwischen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und Asse-2-Begleitgruppe (A2B) zur Auftragsvergabe für die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse hat der Vorsitzende der Begleitgruppe und Umweltdezernent des Landkreises Claus-Jürgen Schillmann jetzt BfS-Präsident Wolfram König um Aufklärung gebeten.

Wie berichtet stehen sich zur Auftragsvergabe für die geplante Rückholung derzeit zwei unterschiedliche Aussagen gegenüber:

In einem Gespräch in der vergangenen Woche hatten Vertreter des BfS gegenüber der A2B erklärt, dass das Konzept für die Rückholung lediglich teilweise in Auftrag gegeben worden sei. Daraufhin hatten die Mitglieder der A2B das Gespräch vorzeitig verlassen.

In einem Schreiben an den BfS-Präsidenten vom 9. August bittet Schillmann nunmehr um Aufklärung des Sachverhalts. „Der heutigen Presse habe ich entnommen, dass die Asse-2-Begleitgruppe von Ihren verantwortlichen Projektleitern offensichtlich falsch informiert wurde und der Auftrag für die Rückholungsplanung bereits erteilt wurde“, schreibt der Kreisumweltdezernent. „Wegen der besonderen Brisanz bitte ich Sie um umgehende Aufklärung und die Übersendung des unterschriebenen Vertragswerkes“.

Ein zweiter zurzeit strittiger Punkt ist die vom BfS kurzfristig geplante Verfüllung auf der 750-Meter-Sohle: Hier stellt sich für die A2B und ihren Vorsitzenden Schillmann die Frage, warum „entgegen sämtlicher Absprachen, die keine weiteren Verfüllungen vor Fertigstellung der Rückholungsplanung vorsehen“, derzeit die Vorbereitungen für eine zeitnahe Verfüllung getroffen werden. „Darüber hinaus bitte ich um eine nachvollziehbare Darlegung, warum vor der Fertigstellung der Rückholungsplanung die geplante Verfüllung auf der 750-Meter-Sohle zwingend erforderlich ist“, so der Vorsitzende der A2B.

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