Wohin mit dem geborgenen Atommüll?

Jede Form einer kontrollierten Lagerung außerhalb des Bergwerks ist sicherer als eine langsame Ausbreitung der Radioaktivität aus dem Bergwerk in die Umwelt. Trotzdem ist die Frage, was mit dem geborgenen Atommüll geschehen soll, eine komplexe Frage und noch ungeklärt.

Unstrittig ist die Notwendigkeit, den geborgenen Atommüll direkt vor Ort, also nahe des Schachtes, zu behandeln und damit lagerfähig zu machen. Dazu wird eine „Konditionierungsanlage“ benötigt, in welcher der Müll u.a. getrocknet und neu verpackt wird. Um die Bergung so zügig wie möglich gestalten zu können, muss zudem ein möglicher Stau bis zur Konditionierung vermieden werden. Deshalb ist zusätzlich ein Pufferlager vonnöten. Für diese beiden Funktionen rechnet das BfS mit einer Halle der Größe mehrerer Fußballfelder.

Schwierig dagegen ist die Suche nach dem Standort für ein Zwischenlager, wo der neu konditionierte Atommüll für vermutlich mehrere Jahrzehnte bis zu einer Endlagerung aufbewahrt wird. Das BfS favorisiert ein Zwischenlager in Kombination mit Pufferlager und Konditionierungsanlage – also ebenfalls in unmittelbarer Nähe zum Schacht –, und führt dabei als Argument den dann entfallenden Transport an. Ein solcher Transport wäre zwar unbestritten eine zusätzliches Strahlenbelastung und eine zusätzliches Störfallrisiko, jedoch stellt sich die Frage der Gewichtung dieser Nachteile.

Die Asse-2-Begleitgruppe besteht darauf, dass in jedem Fall ein Vergleich und damit eine Abwägung stattfindet, damit die Standortfrage für das Zwischenlager – unabhängig von ihrem Ergebnis – für die Öffentlichkeit nachvollziehbar entschieden wird. Dazu ist aus Sicht der a2b eine Bewertung verschiedener Möglichkeiten anhand des bereits gemeinsam erarbeiteten Kriterienkatalogs nötig. Welche genauen Anforderungen sie an einen solchen Vergleich stellt, wird derzeit in der a2b diskutiert. Das Ergebnis dieser Diskussion wird die a2b auch dem Umweltausschuss des Bundestages zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen zum Themenkomplex „Konditionierung/Lagerung“ finden Sie in den nachstehenden Beiträgen.

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Fragen zum Zwischenlager und der Parameterstudie

BfS: Zwischenlager nur mit Entsorgungsnachweis

Während der A2B-Sitzung am 29.05.2015 wurden einige Fragen zum Zwischenlager und zur Parameterstudie aufgeworfen. Konkret wurde die Bitte geäußert, die BfS-Aussage "dass ein künftiges Pufferlager nur genehmigungsfähig ist, wenn es auch als Zwischenlager genehmigt ist" mit der Bitte diese näher zu erläutern bzw. rechtlich zu prüfen. Weiterhin wurde bezugnehmend auf die Parameterstudie des BfS um die Angabe gebeten, um welchen Faktor die reale Strahlenexposition niedriger ist als die angenommene. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat auf diese Fragen in einem Schreiben am 17.07.2015 geantwortet. Darin wird u.a. deutlich, dass es sich bei der Aussage zur Genehmigungsfähigkeit um eine rechtlich nicht abschließende Einschätzung des BfS handelt.

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Pressemitteilung

Asse-2-Begleitgruppe diskutiert über Zwischenlager

In der letzten Sitzung der Asse-2-Begleitgruppe am 29.05.2015 stand das Thema eines möglichen Zwischenlagerstandorts zentral. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stellte die Ergebnisse der jüngsten Parameter-Studie vor, nach denen die Strahlenbelastung eines Zwischenlagers "extrem gering" ist. Sowohl die Arbeitgruppe Optionen - Rückholung (AGO) als auch die Asse-2-Begleitgruppe sehen Ergänzungsbedarf zu der Studie.

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Kriterien für Zwischenlagerstandorte

Neuer Kriterienbericht des BfS veröffentlicht

Das BfS hat auf seiner Internetseite den aktualisierten "Kriterienbericht Zwischenlager - Kriterien zur Bewertung potenzieller Standorte für ein übertägiges Zwischenlager für die rückgeholten radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II" veröffentlicht und zum Download bereitgestellt.

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Zwischenlager-Standortsuche

Landrätin kritisiert BfS-Entscheidung

Die vorläufige Aussetzung der Suche nach einem Zwischenlager für den aus der Asse zu bergenden Atommüll durch das BfS kritisiert die Wolfenbütteler Landrätin und Vorsitzende der Asse-2-Begleitgruppe, Christiana Steinbrügge, in dieser Stellungnahme:

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Überarbeitung notwendig

AGO bittet BfS um Rücknahme des Konzepts

Die „technische Konzeptbeschreibung zum Vergleich der Strahlenexposition für Zwischenlagerstandorte“ stieß bei der AGO auf grundsätzliche Kritik, so dass diese das BfS um die Rücknahme des Konzepts und ein Zurückkommen „auf die verabredete Vorgehensweise“ bat. In der Zwischenzeit hat das BfS in der A2B-Sitzung am 5.9.2014 eine Überarbeitung des Konzepts in Abstimmung mit der AGO zugesagt.

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Standorte für Zwischenlager

Steinbrügge beantragt, Arbeiten zum Vergleich zu stoppen

In einem Schreiben an die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, beantragt die Vorsitzende der Asse 2-Begleitgruppe, Christiana Steinbrügge, die Arbeiten zum Vergleich von fiktiven Standorten für ein Zwischenlager, wie er derzeit vom BfS vorgesehen ist, zu stoppen. Stattdessen solle das Verfahren in der Arbeitsgruppe Option Rückholung und der Begleitgruppe zunächst ergebnisoffen diskutiert werden.

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Vergleich Strahlenexposition

BfS übermittelt Bearbeitungskonzept an die A2B

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat das Bearbeitungskonzept für den “Vergleich der Strahlenexposition durch Asse-nahe Zwischenlagerung und Transport” an die Begleitgruppe übermittelt.

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Zwischenlagersuche

A2B stellt Forderungen zum Standortvergleich

Die Vorsitzende der Asse-2-Begleitgruppe, Christiana Steinbrügge, wendet sich in einem Brief an Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Darin weist sie auf den vereinbarten Kriterienkatalog hin, nach dem Standorte für ein Zwischenlager verglichen werden sollen. Sie pocht in dem Schreiben auf einen Vergleich aller Standorte.

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Suche nach geeignetem Zwischenlager

A2B lehnt abgespeckte Variante bei der Standortsuche ab

Mit Überraschung nimmt die Asse 2-Begleitgruppe (A2B) Pressemeldungen vom Freitag zur Kenntnis, nach denen das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nun auf eine abgespeckte Variante bei der Standortsuche für das Zwischenlager des Assemülls zurückgreifen will. Die Vorsitzende der A2B, Wolfenbüttels Landrätin Christiana Steinbrügge, stellte in einer Pressemitteilung klar: „Mit uns gibt es keine Abstriche vom gemeinsam vereinbarten kriterienbasierten Standortvergleich für das Zwischenlager.“

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Informationsfilm

BfS zeigt Animation zum Zwischenlager

In einem animierten Beitrag informiert das Bundesamt für Strahlenschutz zum Zwischenlager.

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Zwischenlager

BfS beantwortet Fragen

Das Bundesamt für Strahlenschutz nimmt bis Ende Februar Fragen zum Zwischenlager für den Asse-Müll per E-Mail entgegen. Die Antworten zu einigen bereits gestellte Fragen sind hier nachzulesen.

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Zwischenlager

A2B fordert eine faire, transparente Standortauswahl

Beim Verfahren der Standortauswahl für ein Zwischenlager für den Asse-Atommüll besteht Uneinigkeit zwischen dem Betreiber, dem Bundesamt für Strahlenschutz, und der Asse-2-Begleitgruppe, die die Bevölkerung an der Asse vertritt. Das wurde auf der jüngsten Begleitgruppensitzung in Schöppenstedt deutlich. Während das BfS zurzeit nur einen Standort in der Nähe des Schachtgeländes sucht, fordert die A2B eine transparente und faire Auswahl, die Standort-Alternativen mit einbezieht.

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Michael Fuder im Interview

Zwischenlager an der Asse wäre wohl das kleinste Übel

Michael Fuder ist als energie- und atompolitischer Sprecher der Wolfenbütteler Grünen im Asse-2-Koordinationskreis vertreten. Für diesen ist er wiederum Mitglied in der Asse-2-Begleitgruppe. Fuder wohnt seit 1983 in der Region Wolfenbüttel/Braunschweig. Ursprünglich kam er als Hornist zum Braunschweiger Staatsorchester. Inzwischen berät er als Geschäftsführer seines Büros merkWATT Unternehmen und Kommunen zu den Themen Energie und Klimaschutz. Zudem ist er Mitglied des Gemeinderates seines Wohnortes Erkerode.

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Öffentliche Sitzung

Diskussion zum Zwischenlager

Die Asse2 Begleitgruppe lädt zur öffentlichen Sitzung zum Thema „Diskussion zum Zwischenlager“ in die Eulenspiegelhalle Schöppenstedt am Mittwoch, den 11. Dezember 2013 ab 19.00 Uhr ein.

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Zwischenlager

Neuer Kriterienbericht

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat einen neuen Bericht “Kriterien zur Bewertung potenzieller Standorte für ein übertägiges Zwischenlager für die rückgeholten radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II”, der bereits Thema bei der vergangenen Sitzung der Begleitgruppe und der Öffentlichkeitsveranstaltung in Schöppenstedt war, veröffentlicht.

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Informationsveranstaltung der Asse-2-Begleitgruppe zum Thema Zwischenlager

„Befinden uns noch im Diskussionsprozess“

Die Asse-2-Begleitgruppe (A2B) hatte in die Eulenspiegelhalle nach Schöppenstedt geladen, um die Bevölkerung zum Thema Zwischenlager zu informieren.

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Kriterienkatalog des BfS vorgestellt

A2B und BfS diskutieren das Zwischenlager

Erstmals ging es in der Sitzung der Asse-2-Begleitgruppe unter dem Vorsitz von Christiana Steinbrügge zur Sache. „Die Asse ist ein wichtiges Thema in unserem Landkreis – das brauche ich Ihnen nicht zu erzählen‟, sagte die neue Landrätin Wolfenbüttels, die mit ihrem Amt gleichzeitig den Vorsitz der Begleitgruppe inne hat.

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Einladung zum Informationsabend

A2B informiert zum Zwischenlager

Die Asse-2-Begleitgruppe lädt zum Informationsabend “Zwischenlager” in die Eulenspiegelhalle in Schöppenstedt. Am Donnerstag, 31. Oktober, geht es ab 18 Uhr um grundlegende Anforderungen an ein Zwischenlager und um die Planung des Bundesamtes für Strahlenschutz. Ausreichend Zeit für Fragen aus der Bevölkerung an die Expertenrunde ist eingeplant.

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Nachteilsausgleich für Atommülllagerung

Landrat wendet sich an Regierungschefs

Martin Hortig wendet sich als kommissarischer Landrat Wolfenbüttels schriftlich an die Regierungschefs in Berlin und Hannover. So erhielten Angela Merkel und Stephan Weil die Resolution des Kreistages zum Nachteilsausgleich für die vorübergehende Ein- und Pufferlagerung von Atommüll sowie die mit der Schließung der Schachtanlage Asse verbundenen Auswirkungen.

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Konditionierung und Lagerung von Atommüll

Neumann kritisiert das Vorgehen des BfS bei der Zwischenlagersuche

Zwei Fragen drängen sich laut Wolfgang Neumann, wissenschaftlicher Experte der Asse-2-Begleitgruppe akut auf, wenn man an die Zwischenlagerung des Atommülls aus der Asse denkt, sobald dieser geborgen ist. Zum einen will man wissen, wo das Zwischenlager gebaut werden soll, zum anderen müsse man sich Gedanken darüber machen, wie der Müll konditioniert werden sollte.

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AGO sieht mögliches Konfliktpotenzial

Unklarheiten im Kriterienbericht der Zwischenlagersuche

Die Arbeitsgruppe Optionen – Rückholung (AGO)  weist in einem Schreiben an das Bundesamt für Strahlenschutz auf einige Unklarheiten im Kriterienbericht zur Suche nach einem Zwischenlager hin.

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Standortnahe Lösung bevorzugt

BfS-Bericht zur Zwischenlagersuche

Auf der Informationsveranstaltung der Asse-2-Begleitgruppe zum Zwischenlager am 26. Juni in der Lindenhalle vertraten Dr. Jonathan Kindlein und Dirk Laske das Bundesamt für Strahlenschutz. In ihrem Bericht gingen sie auf die Kriterien zur Zwischenlagersuche ein.

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Begleitgruppe informierte zum Thema Zwischenlager

“Einfache Lösungen wird es nicht geben”

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) präferiert eine standortnahe Lösung für das Zwischenlager. Das heißt, der Atom-Müll aus der Asse soll möglichst nahe an der Schachanlage zwischengelagert werden, nach dem er aus dem Bergwerk rückgeholt wurde.

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Live-Stream von der Informationsveranstaltung “Zwischenlager”

Verfolgen Sie die heutige Informationsveranstaltung in der Wolfenbütteler Lindenhalle ab 18 Uhr hier im Live-Stream.

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Einladung zur öffentlichen Informationsveranstaltung

Begleitgruppe informiert zum Thema Zwischenlager

Die Asse-2-Begleitgruppe lädt zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung "Zwischenlager" in die Wolfenbütteler Lindenhalle. Am Dienstag, 26. Juni, geht es ab 18 Uhr darum, wohin der Atommüll aus der Asse zwischengelagert werden soll.

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